Das Museum

Das Museum

Entwicklung der Kran- und Baumaschinentechnik- Mechanisierung und Humanisierung des Bauwesens durch wegweisende Baumaschinenkonstruktionen

Kran- und Baumaschinenmuseum von einer ungewöhnlichen Idee zur tatsächlichen Umsetzung

Mit einem gewissen Stolz kann und darf man zu Recht sagen, daß Europa eine große kulturelle Herkunft hat – genau wie viele andere Staaten unserer schönen Erde auch.

Ein Teil dieser Kultur ist die Industrialisierung und damit einhergehend wegweisende, technische Entwicklungen in vielen, verschiedenartigen Fachbereichen, wie z.B. dem Bau und dem Maschinenbau. Hierzu gehört natürlich auch das Thema Baumaschinen, das bis Mitte der 1990er Jahre kaum eine „Lobby“ hatte und überhaupt noch nicht ausreichend repräsentiert wurde.

Ganz anders sieht es da zum Beispiel schon bei dem Thema Eisenbahn und Lokomotiven aus. Von fast jeder früher gebauten Dampflok gibt es glücklicherweise irgendwo noch ein erhaltenes, wenn auch nicht unbedingt restauriertes Exemplar und darüber hinaus zumindest auch zahlreiche Maßstabsmodelle für Modelleisenbahnanlagen verschiedenster Maßstäbe.

Aber könnten denn Bahnstrecken mit ihren zahlreichen, interessanten Bauwerken ohne das Bauwesen und insbesondere die zahlreichen, unterschiedlichen Baugerätschaften überhaupt existieren? Hätten Lokomotiven und Eisenbahnwagen entwickelt und gebaut werden können ohne entsprechende Fabrikbauwerke, die wiederum von Bauarbeitern und mit Baugeräten erstellt wurden?

Ein klares NEIN!!!

Intention

Diesem Thema hatte sich in seiner Komplexität bisher niemand „verschrieben“. Natürlich gab es auch vor 1994 bereits Fachliteratur zu diesem Thema. Nur, war dies sehr skizzenhaft und hauptsächlich für Technische Studiengänge verfügbar. Auch Ausstellungen zum diesem, technisch sehr interessanten Thema, die als Exkursions- und Besichtigungsziele zu besuchen und besichtigen sind, gab es schlichtweg nicht.

Genau dies ist dem Gründer und Initiator des Kran- und Baumaschinenmuseums, Dirk Moeller, im Jahr 1991/92 aufgefallen und bewusst geworden – im Rahmen seiner Vorbereitung und Ausarbeitung von Lehrvorträgen für angehende Fachleute in der Bauwirtschaft.

Durch seine damalige berufliche Tätigkeit in einem Unternehmen der Baumaschinenindustrie, hatte er unter anderem Kontakt zu Technischen Universitäten, Fachhochschulen und Fachschulen sowie auch zu einem Professor für das Baumaschinenwesen, Dr. Ing. W. Poppy. In verschiedenen Gesprächen, Fachsimpelei und Diskussionen über seine vorgenannte Beobachtung, wurde er auch seitens des Professors darin bekräftigt, den Gedanken einer musealen Dauerausstellung zum Thema ‚Entwicklung der Baumaschinentechnik’- einem „Kran- und Baumaschinenmuseum“ intensiv weiter zu verfolgen und in die Tat umzusetzen.

So etwas ist jedoch nur schwer alleine umzusetzen, es sei denn, man hätte dafür das nötige „Kleingeld“ und genügend Platz verfügbar.

Wie alles begann… oder: Der Anfang war gemacht!

Im Herbst 1994 übernahm er die ersten beiden Altbaumaschinen von einem Bad Hersfelder Bauunternehmer, weil dieser sein Baugeschäft zum Jahresende 1994 aus Altersgründen aufgab und verkaufte. Damit wurde das Fundament des Kran- und Baumaschinenmuseums gelegt. Diese ersten beiden Alt-Baugeräte waren ein alter Baukran mit Biegebalkenausleger und ein alter Mobilhydraulikbagger. Der Bauunternehmer war von der Idee eines Kran- und Baumaschinenmuseums ausgesprochen angetan und schenkte seine beiden vorgenannten Altbaumaschinen für den angestrebten Zweck. Damit war der Grundstein gelegt und es gab kein zurück mehr!

Nicht länger „Einzelkämpfer“

Wenige Monate nachdem die beiden vorgenannten Altbaumaschinen übereignet wurden, lernte D. Moeller 1995 durch den freundlichen Hinweis aus dem Hause des Traditionskranherstellers Wolffkran zwei Baumaschinenenthusiasten kennen, die seitdem eine tiefe Freundschaft verbindet. Nach dem ersten, gemeinsamen Treffen und Gesprächen mit Dietmar Thiels waren beide „auf Augenhöhe“, „träumten“ das Thema „Kran- und Baumaschinenmuseum“ fortan gemeinsam weiter und setzten es auch weiter fort.

Durch das gegenseitige Kennenlernen war endlich mehr möglich als zuvor, denn zwei Leute erreichen meist mehr als nur einer alleine. So war es auch und somit kamen ab 1996 schließlich stetig weitere Altmaschinen in deren Besitz! Tatkräftige Unterstützung erhielten beide ab etwa 1997 auch durch einen Schweizer Baumaschinenenthusiasten, Pius Meyer, der zunächst in der Bauindustrie tätig und für die Maschinentechnik verantwortlich war, kurze Zeit später dann in verantwortliche Position eines großen Baumaschinenherstellers wechselte. Er wurde einige Zeit später zu einem weiteren, wichtigen Ideen- und Ratgeber der baumaschinenmusealen Initiative.

Standort für ein Baumaschinenmuseum

Das einzige, aber Wesentliche, was zu dem Zeitpunkt noch fehlte, war ein geeigneter, dauerhafter und ausbaufähiger Standort!

Durch den eingangs genannten Professor für Baumaschinenwesen kamen die beiden Initiatoren des Kran- und Baumaschinenmuseums mit den Verantwortlichen des Museumsparks Rüdersdorf zusammen, die auf der Suche nach interessanten Erweiterungen des Museumspark-Themas waren. Sehr schnell war man sich einig: Die Idee eines Baumaschinenmuseums sollte im Museumspark umgesetzt werden – zumal sie schon damals einzigartig war. So wurde ab 1998 zunächst im Museumspark mit dem Auf- und Ausbau des Baumaschinenmuseums begonnen.

In 2006 gründete und öffnete der Rattelsdorfer Bauunternehmer Gerhard Seibold seinen Monsterbagger-Freizeitpark begann diesem ebenfalls ein Baumaschinenmuseum anzuschließen.

Aufgrund von wesentlichen Änderungen zur künftigen Ausrichtung des Museumsparks entschloss sich der für das Thema gegründete und begleitende Museumsverein „AG Kran- und Baumaschinenmuseum“, der die Initiatoren der Museumsidee angehören, im Jahr 2009 zu einer langfristigen Kooperation. Damit kommt es zu einer sinnvollen Bündelung der Museumsaktivitäten zum Thema Baumaschinen an einem zentraler gelegenen Standort in Deutschland und auch Europa. Und somit kam dann auch der vorgenannte Gründer des Monsterbagger-Freizeitparks als weiterer, maßgeblicher Initiator in die vorgenannte „AG“ hinzu.

Die direkte Nachbarschaft zum Monsterbagger-Freizeitpark ist als Baumaschinen-Standort und damit einer dauerhaften „historischen Baumaschinensammlung“, eines „Kran- und Baumaschinenmuseums“, ideal: Die Erweiterung des durch den Monsterpark bereits baumaschinenträchtigen Standorts Rattelsdorf, in Form und Darstellung der technischen Entwicklung und maschinellen Ausstattung auf den Baustellen dieser Welt, ist naheliegend. Und wegen der jetzt schon großen Attraktivität des Monsterparks ist eine konstant hohe Besucherzahl auch für das „Kran- und Baumaschinenmuseum“ gewährleistet.

Das Spektrum und die Anzahl der aufgrund der Kooperation von „‚AG Kran- und Baumaschinenmuseum e.V.“ und dem „Monsterpark“ vorhandenen, entwicklungstechnisch bedeutsamen Alt-Baumaschinen ist spektakulär und weltweit einzigartig! Im Baumaschinenmuseum sind somit mittelfristig weit über 160 alte Baumaschinen zu besichtigen.

Und die in Ihrer Art und Zusammenstellung einzigartige „Sammlung“ entwicklungstechnisch großteils bedeutsamer Altbaumaschinen und Altbaukrane als Museumsexponate ist einzigartig. Damit ist das Baumaschinenmuseum weltweit einmalig!

Lageplan unserer Ausstellungsfläche
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